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Russische Avantgarde 1910 -
1037
AUSSTELLUNG 7. OKTOBER BIS
11. NOVEMBER 2006 |
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Unsere Verkaufsausstellung soll nicht der Versuch sein, die sogenannte "Russische Avantgarde" umfassend darzustellen. Dieser gemeinhin verwendete Begriff ist sehr weitläufig, vom Kubofuturismus bis hin zur stalinistischen Propaganda wird damit alles umschrieben. Wir möchten lediglich einen kleinen Ausschnitt der plakat- und buchgestalterischen Umwälzung dieser Zeit zeigen; dies in der Chronologie des Aufstiegs und allmählichen Zerfalls unter Stalin.
Die Oktoberrevolution 1917 brachte der Kunst eine neue zweite Blüte. Es bot sich die reale Chance, die Ziele der Avantgarde über die Grenzen der Kunst hinaus zu verwirklichen. Die postrevolutionäre Avantgarde tritt nun agressiver auf, ihr Jargon wird stärker politisiert.
In der Buchgestaltung wurde das Zusammenwirken von Dichtung und Malerei besonders fruchtbar. Es entstanden zahlreiche Gedichtbände mit Illustrationen. Dabei verschwindet häufig die Grenze zwischen Text und Bild - die Typographie nimmt selber Bildcharakter an. Auf den westlichen Betrachter wirken diese Erzeugnisse zunächst fremd. Es ist die fremde Sprache, das verwirrend andere Alphabet. Darüber hinaus ist aber auch der russische Betrachter oft überfordert gegenüber diesen historischen, ästhetisch revolutionären Grafiken. Unser Anspruch kann also nicht die inhaltliche Vermittlung sein. Wir möchten lediglich eine Neugier wecken auf diese Formenwelt und Originale zeigen, die von Sammlern gesucht sind und immer seltener werden.
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